Im September 2018 wurden die Teams von Stic vom Geschäftssitz von Arkema, einem weltweit führenden Chemieunternehmen, kontaktiert, um in einer ihrer Niederlassungen in Bordeaux eine Industriekabine aufzustellen. Die Kabine sollte ein bereits vorhandenes Fertigungssystem umschließen.

Es handelte sich um ein kompliziertes Projekt, da es technische Einschränkungen jeder Art gab: hinsichtlich der Größe, der Dichtigkeit, der Höhe, der tragenden Decke etc.

Installation einer Industriekabine in einer besonders anspruchsvollen Umgebung

Ein Projektmanager von Stic begab sich nach Bordeaux, um sich vor Ort von der Machbarkeit des Projekts zu überzeugen. Es war bereits ein Fertigungsprozess eines pulverförmigen Produkts, das vor Feuchtigkeit bewahrt werden muss, vorhanden. Die Anfrage bestand in der Installation einer abgedichteten Kabine rund um eine sehr sperrige, komplizierte Vorrichtung, die sich über mehrere Ebenen erstreckte und aus Trichtern, Rohrleitungsnetzen etc. bestand. Dieses System musste vor Staub und Wasser geschützt werden, um die Qualität des darauf gefertigten Produkts zu gewährleisten.

Die Herausforderung bestand darin, eine völlig dichte Kabine in diesen industriellen Fertigungsprozess zu integrieren und einzubetten. Hierzu war es erforderlich, eine Konstruktion mit millimetergenauen Abmessungen, sowohl bezüglich der Grundfläche als auch der Höhe, herzustellen.

Es waren somit alle nur erdenklichen technischen Einschränkungen gegeben, mit denen die Mitarbeiter von Stic bei der Planung, Herstellung und Installation einer maßgefertigten Werkstattkabine konfrontiert werden können.

Das Know-how von Stic im Dienste extrem technischer Anforderungen

Zahlreiche Unternehmen, darunter auch Stic, haben diesen Auftrag zunächst abgelehnt. Die technischen Einschränkungen waren so vielfältig und zahlreich, dass viele Unternehmen vor den Schwierigkeiten zurückschreckten. Arkema und Stic fanden letztendlich dank des Zusammentreffens der Ingenieure der beiden Unternehmen einen Kompromiss. Das gute gegenseitige Verständnis der Problemstellungen und der konstruktive Austausch zwischen Fachmännern machten es möglich, eine Lösung zu finden und dieses Projekt zu realisieren, bei dem eine Kabine eine bereits vorhandene komplizierte industrielle Anlage umschließen sollte.

Trotz der außergewöhnlich knappen Fristen konnten die Mitarbeiter von Stic den Auftrag erfolgreich ausführen und die technische Kabine wurde im Januar 2019 installiert. Dies war nicht zuletzt aufgrund der extrem sorgfältigen Vorbereitungsarbeit durch das firmeneigene Konstruktionsbüro von Stic möglich.

Aufstellung einer Industriekabine mit millimetergenauen Vorgaben

Alles musste bereits vor der Aufstellung der 80 m² großen Kabine festgelegt werden. Alle millimetergenauen Maße wurden geprüft, bevor das Skelett der Konstruktion zunächst an einem anderen Ort als dem endgültigen Installationsort vormontiert wurde. Am Aufstellungsort in der Fabrik gab es nämlich nicht genug Platz für die Stapler und anderen Fertigungsmittel.

Anschließend wurde die Metallkonstruktion in die sehr komplizierte Fertigungsanlage hineingeschoben. Sie musste insbesondere an die vorhandenen Trichter, die Decke, die Lüftungsöffnungen etc. angepasst sein. Alles ließ sich perfekt zusammenfügen.

Das Gerippe wurde aus IPE- und HEB-Profilen gebaut, die den europäischen Normen entsprechen. Diese Profile sind sehr robust und ermöglichen deshalb große Tragweiten ohne metallene Zwischenstützen.

Anschließend wurde die Verkleidung angebracht, die aus Glasscheiben und dicken Sandwichpaneelen (2 Bleche mit einem Isolationskern aus Steinwolle) besteht und somit die Anforderungen bezüglich Wärmedämmung und Schallisolation erfüllt. Die mit Silikon versiegelte Trapezblechdecke schließt den Schutzraum rund um die empfindliche Fertigungsanlage auf perfekte Weise.

Stic hat bei diesem Projekt sein ganzes Know-how eingebracht und seinem Kunden Arkema eine hochwertige Lösung zur Verfügung gestellt.